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Erhebung der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg zum Reichsfürstentum Liechtenstein durch Kaiser Karl VI. 1 vom 23. Januar 1719 WIR, Carl der sechste, von Gottes gnaden erwehlter römischer kayser, zu allen zeiten mehrer des reichs, könig in Germanien, zu Castilien, Arragon, Legion, beeder Sicilien, zu Hierusalem, Hungarn, Böheimb, Dalmatien, Croatien, Sclavonien, Navarra, Granaten, Toledo, Valentz, Gallicien, Majorica, Sevilien, Sardinien, Corduba, Corsica, Murcien, Giennis, Algarbien, Algeriern, Gibraltar, der Canarischen und Indianischen Insulen und Terrae Firmae des Oceanischen Meers, ertzherzog zu Österreich, herzog zu Burgund, zu Brabant, zu Meyland, zu Steyr, zu Kärnten, zu Crain, zu Limburg, zu Lützenburg, zu Geldern, zu Wirttemberg, Ober- und Niderschlesien, zu Calabrien, zu Athen und zu Neopatrien, fürst zu Schwaben, zu Catalonien und Asturien, marggraff des Heyligen Römischen Reichs, zu Burgau, zu Mähren, Ober- und Niderlaußnitz, gefürster graff zu Hapsburg, zu Flandern, zu Tyrol, zu Pfird, zu Kyburg, zu Görtz und zu Arthois, landgraff in Elsas, marggraff zu Oristani, graf zu Goziani, zu Namur, zu Russillion und Leritania, herr auf der Windischen Marck, zu Portenau, zu Biscaja, zu Molins, zu Salins, zu Tripoli und zu Mechlen. Bekennen für uns und unßere nachkommen offentlich mit dießem brieff und thuen kundt allermänniglich: Wiewohl wir aus kayßerlicher höhe und würdigkeit, darein uns der allmächtige Gott nach seinem vätterlichen willen gesetzt und verordnet hat, auch angebohrener güte und mildigkeit allezeit geneigt seind, aller und jeder unßerer und des Heyligen Römischen Reichs anverwandten hohen und nideren ständten und gliederen ehren und würden, auffnehmen und wohlfahrt zu beobachten und zu beförderen: So ist doch unßer kayßerliches gemüth billig mehr gewogen und begierlicher, denen jenigen unßere kayßerliche gnad und sanfftmüthigkeit mitzuteilen und sie mit sondern kayßerlichen gnaden und freyheiten zu begaben, deren voreltern und sie selbst unßeren vorfahren am reich, römischen kayßern und königen, auch uns, dem Heyligen Römischen Reich und unßerem ertzhauß vor andern getreue, aufrichtig und nutzliche dienste bewießen und erzeigt und sich andurch besonders verdient gemacht. Wan uns nun der hochgebohrene, unßer oheimb, fürst und lieber getreuer Anthon Florian regirer deß haußes Lichtenstein von Niclaspurg, herzog in Schleßien, zu Troppau 1 Kein Originaltitel. Original im Hausarchiv der Fürsten von Liechtenstein in Wien. Es liegen bereits zwei Editionen vor: Otto Seger: 250 Jahre Fürstentum Liechtenstein. In: Jahrbuch des Historischen Vereins 1968, S. 50-60 (Anhang). - Harald Wanger: Die Geburtsurkunde des Fürstentums Liechtenstein. Kommentar und Faksimileausgabe. Triesen, Van Eck 1998. Wanger liefert auch ein Beschreibung der Urkunde. – In der vorliegenden Transkription wurden mit Ausnahme der Eigennamen und Satzanfänge alle Wörter klein geschrieben. 1719-01-19 Erhebung zum Reichsfürstentum Liechtenstein 1 und Jägerndorff, unßer kayßerlicher geheimbe rath und obrister hoffmeister, ritter deß guldenen flußes in unterthänigkeit zu vernehmen gegeben, waß gestalten seine abgelebte vorforderen und noch letzthin sein vetter weyland Johann Adam fürst von Lichtenstein sich vielfältig und sorgsambst bemühet, bey dem Heyligen Römischen Reich die auffnahm seines fürstlichen haußes in den fürsten rath zu erhalten und dahero die hierzu und zu einem fürstlichen anschlag gehörige ohnmittelbare reichsgütter zu erkauffen und sich damit fähig zu machen, eyfferigst getrachtet habe, zu solchem ende auch weyland fürst Gundacker von Lichtenstein nicht ermanglet, von unßerem in Gott ruhenden urahn herrn kaißer Ferdinando secundo die allerhöchste gnad auszuwürcken, dass dessen in dem marggrafthumb Mähren gelegene schloß, stadt und herrschafft Cromau mit anderen seinem hauß dazumahl zugestandenen mährischen städten, schlößern und herrschafften in ein fürstenthumbe erhoben und lauth deß in anno sechzehnhundert drey und dreyßig ertheilten fürstenbrieffs der nahmen Lichtenstein beygeleget, nicht minder auch die damahlige stadt Mährisch Cromau mit eben solchem nahmen begnadiget worden, alldieweil aber ihre kayßerliche majestät als marggraff in Mähren sich darüber die landsfürstliche obrigkeit vorbehalten, mithin seine vorfahrere aus solchem neu errichteten fürstenthumb den gewünschten nutzen nicht ziehen können, so habe sein fürstliches hauß geschehen lasßen müsßen, daß ohngeachtet viele neuere fürsten, umb willen dießelbe sich mit einigen auch geringen, aus allerhöchster kayßerlicher milde in fürstenthumber oder gefürstete graffschaften erhobenen immediat güttern versehen, unter der zeit in den fürsten rath eingeführet worden, sie dannoch aus abmangel solcher reichsherrschafften darzu nicht ehender gelangen können, als biß anno siebenzehenhundert und sieben der Schwabische Crayß durch di

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