• Document: Akupressur, Akupunktur & Co. zur Schmerzlinderung
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Akupressur, Akupunktur & Co. zur Schmerzlinderung Raymund Pothmann Zentrum Integrative Kinderschmerztherapie delfin-kids, Hamburg Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) haben ihren Ursprung in der daoistischen Philosophie von Yin und Yang. Diese polaren Gegensätze ordnen und beschreiben den immer währenden Prozess natürlicher Veränderungen und Verwandlungen im Universum. Dao bedeutet Harmonie - Ziel - Weg, der Ursprung der Welt. Die Lehre des Daoismus basiert auf dem Werk „Dao de Qing“, „Das Buch vom Weg und von der Tugend“, des chinesischen Weisen Lao Tse (600 v. Chr.). Aus den Erkenntnissen der Naturbeobachtungen leiteten die damaligen „Naturwissenschaftler“ Gesetzmäßigkeiten ab, und übertrugen diese Phänomene auf den Menschen. So verstanden sie den Menschen eingebunden in die Natur und von ihren Prozessen beeinflussbar. Die beiden Polaritäten Yin und Yang, spiegeln sämtliche Phänomene des Universums wider. Yang Yin Sonne Mond Licht / Tag Schatten / Nacht hell dunkel aktiv passiv Feuer Wasser oben unten Funktion Struktur links rechts heiß kalt Fleisch- Pflanzennahrung Zwischen den Polen von Yin und Yang entsteht die universelle Urkraft Qi. Die Vitalkraft Qi ist nach alter chinesischer Vorstellung, Urquelle aller Lebensprozesse im Kosmos. Qi ist im westlichen Sprachgebrauch nur unzureichend zu übersetzen. Die Lebenskraft Qi wird in der TCM von den entsprechenden Therapieverfahren (Akupunktur, Moxibustion, Diätetik, Kräutertherapie, Qi gong) beeinflusst. Durch „nadeln“ lässt sich das Qi in seiner Stärke oder bei Stauungen modulieren. Einem Mangel an Qi kann durch „Qi - reiche“ Nahrungsmittel, oder mit Hilfe von chinesischen Kräutern 1 begegnet werden, um darüber einen geschwächten Organismus gezielt zu stärken. Yin - Yang - Wechselbeziehungen Die vier grundsätzlichen Möglichkeiten der Wechselbeziehungen von Yin und Yang, ermöglichen die Einsicht in die wesentlichen Prozesse für die Entstehung und Behandlung von Krankheiten. Dieses Grundverständnis der TCM ist die Voraussetzung für eine sichere Diagnose und effiziente Therapie. Sämtliche Therapieprinzipien in der TCM beabsichtigen, den harmonischen Grundzustand von Yin und Yang zu bewahren bzw. wiederherzustellen. Gleichgewicht zwischen Yin und Yang, bedeutet Gesundheit; Ungleichgewicht, Disharmonie zwischen den beiden Polen bedeutet Krankheit. Entscheidend für das Verständnis von Yin und Yang ist die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Zustandsformen. Yang kann ohne Yin und umgekehrt nicht existieren. Im Nei Jing heißt es dazu: „Yin ist die Wurzel von Yang, und Yang ist die Wurzel von Yin, ohne Yang kann kein Yin sein, und ohne Yin kein Yang.“ Yin und Yang sind stets miteinander verbunden, bedürfen einander und stehen in einem fortwährenden Wechselspiel miteinander ähnlich wie Tag und Nacht. Yin und Yang sind ihrer Natur nach bestrebt ein dauerndes dynamisches Gleichgewicht zu erhalten. Gerät eines der beiden Gegensatzpaare ins Ungleichgewicht, so wird der andere Pol unweigerlich mit beeinflußt, wodurch sich notwendigerweise das Verhältnis zueinander verändert. So wird bei einem Yang - Überschuß das Yin reduziert bzw. verbraucht. z.B. Hohes Fieber (Yang - Fülle), bewirkt über starkes Schwitzen eine Schwächung des Körpers (Yin reduziert) Es entstehen daraus vier Grundformen des Ungleichgewichtes im Konzept der TCM:  Yang - Fülle - Zustand  Yin - Fülle - Zustand  Yang - Mangel (Leere)- Zustand  Yin - Mangel (Leere)- Zustand Aus den elementaren Wechselbeziehungen zwischen Yin und Yang lassen sich die vier Grundtherapieverfahren der TCM ableiten:  Yang - Fülle beseitigen  Yin - Fülle beseitigen  Das Yang stärken  Das Yin stärken 2 Die fünf Wandlungsphasen Das daoistische Denkmodell der fünf Wandlungsphasen (Elemente), ist eine Erweiterung des Yin - Yang Konzeptes, und basiert auf einem Entsprechungsdenken, mit dem die geistigen, emotionalen, materiellen und energetischen Phänomene des Universums letztendlich auf fünf Grundelemente (Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer) zurückgeführt werden. Die fünf Elemente repräsentieren Naturphänomene die von der konfuzianischen Schule auf den Menschen übertragen wurden:  Wasser bedeutet Ursprung (Quelle), Kälte, Angst  Holz ist Wachstum und Bewegung, Aggression  Feuer ist Hitze, Trockenheit, Freude  Erde bedeutet Fruchtbarkeit, Reife, Nachdenklichkeit  Metall beinhaltet Ausscheidung, Trennung, Angst Die Wandlungsphasen existieren nicht isoliert voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseiti

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