• Document: WELTKUNST SAMMLER SEMINAR Nº37. Afrikanische Kunst
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W E LT K U N S T SAMMLER SEMINAR Nº 37 Afrikanische Kunst Seit über hundert Jahren ist die westliche Welt fasziniert von der Ästhetik afrikanischer Kunst. Wer sich mit diesen Objekten beschäftigt, muss sich auch der Kolonialgeschichte stellen. Doch es bleibt ein Sammelgebiet voller Magie 68 VON B E T T I N A VON L I N T IG Bild links: Galerie Simonis, Düsseldorf; Bilder rechts: Sotheby’s, New York; Bettmann Archive/Getty images; Dos Winkel/Sammlung Ludo and Ria Schellens/Salon, Eindhoven; Galerie Simonis, Düsseldorf D Der weibliche Terrakotta-Kopf der Akan aus Ghana, ins späte 17. Jahrhundert datiert, lässt sich anschauen wie der Kopf eines Menschen. Er gehört dem belgischen Sammlerpaar Schellens und war 2015 in der Ausstellung »Uzuri wa Dunia« (Schönheit der Welt) zur Brüsseler Bruneaf-Messe zu bewundern. Die Proportionen und die feinen Züge, der schlanke Hals geringelt, die frischen Lippen 1 aufgeworfen, die zarten Nasenflügel ebenso: Ausdruckskraft mit hypnotischer Wirkung: Das alles zieht in den Bann. Hinter den klei- 1 Ein »Teufelstanz« für die englische Köni- nen Ohren verläuft der Haaransatz, der auf gin in Sierra Leone 2 Rekordpreis: 12 Millio- der Stirnmitte eine leichte Spitze bildet, so- nen Dollar (inkl. Aufgeld) kostete der

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