• Document: POSITION DES BUNDESVORSTANDS ZUR ZUKUNFT DER FACHBEREICHE IN VER.DI
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1 Stand: 23. Juni 2017 2 3 POSITION DES BUNDESVORSTANDS ZUR 4 ZUKUNFT DER FACHBEREICHE IN VER.DI 5 6 ZIELBILD: 7 8 Wir wollen uns für die bereits begonnenen und zukünftig noch bevorstehenden 9 Branchenentwicklungen und Umwälzungen vieler Branchen insbesondere durch die 10 Digitalisierung zukunftsgerecht aufstellen. Dies erfordert eine neue Betrachtung der ver.di- 11 internen Abbildung der bisherigen Branchenzuschnitte innerhalb oftmals enger 12 Fachbereichsgrenzen. Dabei sollen auch Unschlüssigkeiten in der bisherigen Struktur, die teils 13 aus dem Gründungsprozess herrühren, teils durch unterschiedliche Branchenentwicklungen 14 entstanden sind, auf den Prüfstand. Dafür schlagen wir – 16 Jahre nach der ver.di-Gründung – 15 eine Neuaufstellung der Fachbereiche vor. Geeignete Bezeichnungen für die Fachbereiche sollen 16 im weiteren Prozess gefunden werden. Hilfsweise sind die NEU-Fachbereiche hier mit 17 Buchstaben versehen. 18 19  NEU-Fachbereich A: Die bisherigen Fachbereiche 1, 2, 5, 8, 9 20 21 Die Branchen dieses neuen Fachbereiches sind in besonderem Maße von 22 technologischen Umbrüchen und der Digitalisierung beeinflusst. Die 23 Fachbereiche 1 und 9 sind von einer besonderen Digitalisierungsdynamik 24 geprägt, dies gilt – mit etwas zeitlicher Verzögerung – auch für Bildung, 25 Wissenschaft und Forschung. Damit in enger Verbindung stehen Forschung, 26 Bildung und Kultur (Fachbereiche 5 und 8). Die Fachbereiche 2 und 9 sind in 27 besonderem Maße von Netzstrukturen und -ausbau beeinflusst, teilweise 28 werden Netze gemeinsam genutzt. Für die Fachbereiche 8 und 9 ist feststellbar, 29 dass die Grenze zwischen klassischer Massenkommunikation durch elektronische 30 Medien und der Individualkommunikation verschwindet und Plattformökonomie 31 zunehmend an Bedeutung gewinnt. 32 33  NEU-Fachbereich B: Die bisherigen Fachbereiche 4, 6, 7, 11, 13 34 35 Bündelung von großen Teilen der öffentlicher Daseinsvorsorge unter 36 Einbeziehung zugehöriger und angrenzender Wirtschaftsbereiche. Schnittstellen, 37 beispielsweise in der Arbeitsvermittlung, bei der Feuerwehr, an Flughäfen und 38 bei Luftverkehrsdienstleistungen, in der Touristik oder zwischen kommunaler und 39 privater Wohnungswirtschaft können leichter überbrückt werden. 40 41  NEU-Fachbereich C: Die bisherigen Fachbereiche 10, 12 42 43 Durch den rasant wachsenden E-Commerce und den ungebrochenen Trend des 44 Outsourcings in Logistik und Handel verschwimmen die Grenzen zwischen den 45 Branchen zunehmend. Logistiker handeln mit Lebensmitteln und Handelsketten 46 übernehmen Logistik – bis hin zu klassischen Postdienstleistungen. Diese 47 Entwicklung kann durch die Kompetenzbündelung wesentlich nachhaltiger und 48 mitgliedsnäher gestaltet werden. 49 50  NEU-Fachbereich D: Der bisherige Fachbereich 3 51 52 Neben dieser Bündelung von Fachbereichen sollen im weiteren Verlauf des Prozesses auch 53 Schnittstellen noch einmal gesondert betrachtet werden. Das betrifft die Zuordnung einzelner 54 Branchen zu den neu zu bildenden Fachbereichen. 55 56 Ziel des Projekts „Perspektive: ver.di wächst!“ ist eine Stärkung der kollektiven Tarifarbeit (KBTA) 57 mit den fünf Kernaufgaben: betriebliche und branchenpolitische Schwerpunktsetzung; 58 Erschließung; Aktivierung und Bindung gewerkschaftlicher Strukturen im Betrieb; 59 Mitgliederorientierte tarifliche und betriebliche Auseinandersetzungen; Nachwuchsförderung. 60 61 Gerade wenn wir die kollektive Arbeit erfolgreich weiterentwickeln wollen, brauchen wir 62 ausreichend große Teamstrukturen und sinnvolle Führungsspannen in den Fachbereichen. Diese 63 bieten Möglichkeiten zum Austausch und zu regelmäßiger Rückkoppelung und zur 64 gegenseitigen Vertretung. Derzeit sind viele Ehren- und Hauptamtliche in etlichen Fachbereichen 65 – insbesondere in Flächenbezirken –weitgehend auf sich allein gestellt. Statt die entstehenden 66 Freiräume durch die Trennung von individueller und kollektiver Gewerkschaftsarbeit als Chance 67 für mehr Betreuung und Erschließung zu erfahren, existiert in der bestehenden Struktur von 68 kleinen oder mittelgroßen Fachbereichen die Gefahr, dass die Effekte durch unseren 69 Umbauprozess „Perspektive: ver.di wächst!“ nicht zur Wirkung kommen. Einzelsekretär/-innen 70 von Fachbereichen für immer größere Betreuungsregionen sind genauso wenig sinnvoll, wie ein 71 sich eher aus Zufälligkeiten ergebendes Stellen-Split

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